Christuskirche

Geschichte und Ausstattung der Christuskirche

Die Kirchengemeinde Christuskirche darf zwei Kirchbauten ihr Eigen nennen: Die Friedenskirche in Eggolsheim sowie die Christuskirche in Forchheim.

Beide Kirchbauten erinnern mit ihrer Architektur an ein Zelt. Hier spiegelt sich das Schicksal der Gründungsgeneration unserer Kirchengemeinde wieder. Sie setzte sich überwiegend aus Flüchtlingen und Vertriebenen zusammen, die in dem Zelt ein Zeichen dafür erkannten, dass wir hier auf Erden keine „bleibende Statt“ haben, aber doch Bewahrung durch Gott erfahren dürfen.

Die Grundsteinlegung der Christuskirche erfolgte 1968 in der Amtszeit von Pfarrer Günter Heydemann. Die Einweihung der Kirche im Jahr 1970 leitete sein Nachfolger Pfr. Gerhard Huber. Von der ursprünglichen Planung, Pfarrhaus, Kirche, Gemeindehaus und Kindergarten in einem zusammenhängenden Karree anzuordnen, sah man ab. Stattdessen wurde der von Architekt Wolfang Gsaenger (Petersgmünd) entworfene Bauplan angenommen und umgesetzt.

Der Grundriss der Kirche ist ein Zwölfeck. Zwölf Holzträger tragen die Dachkonstruktion und bilden die Gestalt eines Zelts, das an eine Jurte oder an ein Wigwam erinnert. Die Holzträger sparen im Dachbereich einen Lichtschacht aus, durch den Licht in das Kirchenschiff fällt.

Der Taufstein bildet den Mittelpunkt der Kirche. Der Georgensgmünder Künstler Reinhart Fuchs hat ihn ebenso wie die Kanzel und den Altar aus Veroneser Marmor (Rosso Breccato) geschaffen. Zur Altarinsel gehören neben dem wuchtigen Altar außerdem die Kanzel sowie ein über drei Meter hohes Standkreuz.

Die Kanzel erinnert an ein geöffnetes Buch beziehungsweise an die Gesetzestafeln. Auch das bronzene Standkreuz wurde von Reinhart Fuchs geschaffen. Es veranschaulicht in seiner Gestalt das Wachstum eines Triebes aus seiner Knolle. Er durchbricht einen Querbalken und mündet in drei Blüten, die in Kreuzform angeordnet sind.

Die an der Westseite eingebaute ursprüngliche Hey-Orgel wurde im Jahr 2010 durch die Heintz-Orgel ersetzt, die mit ihrem Prospekt die Gestalt der Kirche aufgreift. Dadurch, dass die neue Orgel in die Mitte des Kirchenschiffs gerückt ist, wurde ein durchgehender Rundgang geschaffen.

Es entstand Platz für den „Friedensengel“. Er ist die Kopie eines Gemäldes, das der Künstler Wendelin Kusche (1926 – 2003) im Jahr 1959 für die Außenwand des Gemeindehauses gestaltet hat, das aber bei Umbaumaßnahmen im Jahr 1981 nicht erhalten werden konnte. Die auf dem Gewand des Engels aufgeführten Verstorbenen haben ihr Leben durch den Zweiten Weltkrieg verloren. Der Kirchehrenbacher Künstler Erich Müller, Schüler von Wendelin Kusche, schuf die Kopie des Engels im Jahr 2015.

Erst im Jahr 1979 erhielt die Christuskirche einen Glockenträger. Nachdem seine Holzträger im Laufe der Jahre morsch geworden waren, wurde im Jahr 2013 ein neuer Campanile errichtet. Die Pläne hierzu stammen von Michael Gsaenger, Sohn des Erbauers der Christuskirche.