"Tut mir auf die schöne Pforte" - Die St. Johannis-Kirche feierte 125-jähriges Jubiläum

Reliefdarstellung des in die Kirche ladenden Christus (Quelle: Christiane Jauck)
Bildrechte: Christiane Jauck
Am 8. Dezember 1896 wurde die St. Johannis-Kirche in Forchheim feierlich eingeweiht.

Endlich am neuen Gotteshaus angelangt, ließen die versammelten Posaunen und Trompeten aus dem Oberland den Choral "Tut mir auf die schöne Pforte" hören; dem Schulmädchen Anna Pfann oblag die Ehre, den Kirchenschlüssel nun in die Hände des Architekten Gustav Häberle zu reichen. Pfarrer August Küffner war es, der unter Orgel- und Chorklängen das Hauptportal zum ersten Gottesdienst in der St. Johanniskirche öffnete. Die Feier fiel, wen wundert's, in Liturgie, Länge und Lobgesängen aus dem Rahmen des bis dato in Forchheim Üblichen... ...drei Stunden hatte der Gottesdienst inclusive Abschied von der Gereonskapelle und Kirchenzug gedauert.

(Auszug aus "100 Jahre St. Johannis Forchheim - Geschichte und Gegenwart einer Evang.-Luth. Kirchengemeinde, Die Einweihung der St. Johanniskirche von Thomas Greif)

Gefeiert wurde anschließend im Rathaussaal mit über 200 geladenen Gästen.

200 geladene Gäste gab es beim Festgottesdienst zum 125jährigen Bestehen der St. Johannis-Kirche am 5. Dezember 2021 nicht. Aufgrund der Corona-Pandemie musste das Jubiläum im bescheidenen Rahmen und ohne anschließenden Empfang begangen werden. Feierlich ging es aber beim Jubiläumsgottesdienst trotzdem zu: mit einer Festpredigt vom ehemaligen Pfarrer von St. Johannis und derzeitigem Regionalbischof von Regensburg, Klaus Stiegler; mit Pfarrer Enno Weidt, der den Gottesdienst liturgisch gestaltete und einen geschichtlichen Abriss der St. Johannis-Kirche zeigte; mit einem Grußwort von Landrat Hermann Ulm, den ganz besondere Wurzeln mit St. Johannis verbinden; mit Dekanatskantorin Stephanie Spörl an der Orgel, mit Bernd Dehmel, Trompete, und mit einem kleinen liturgischen Chor, die zusammen den Gottesdienst mit festlichen Klängen ausschmückten.

Einen ganz besonderen Abschluss fand die Feier noch im Außenbereich der Kirche: Kirchenvorsteher Günter Hörner in Gestalt von Vikar August Friedrich Hörner, dem ersten evangelischen Pfarrer Forchheims, begrüßte und beglückwünschte die Gäste und Gottesdienstbesucher. Im historischen Gewand erzählte er szenisch aus der Zeit um 1883, als die Gemeinde zur eigenen Pfarrei mit einem Pfarramt erhoben wurde, 800 Seelen zählte und die nötigen Sicherheiten zur Bezahlung eines eigenen Pfarrers aufweisen konnte.

Chr. Jauck

Festpredigt von Klaus Stiegler, Regionalbischof in Regensburg und ehemaliger Pfarrer von St. Johannis, und Erzählung von Vikar August Friedrich Hörner

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Impressionen vom Jubiläums-Gottesdienst am 8.12.2021